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Pascal Fendrich Staub Ansetzen
Pascal Fendrich Staub Ansetzen

Staub ansetzen

Mixed-Media-Installation
Video, Monitor, Vase, Sockel
ca. 80 x 120 x 50 cm
2005

Auf einem Sockel steht eine Vase, daneben ein Videomonitor mit dem Abbild der selben Vase. Auf dem Monitor kommt ein Vorschlaghammer ins Bild und zerschlägt sie. Dann setzten sich die Scherben unter weiteren Schlägen wieder zu einer Vase zusammen, worauf das ganze immer wieder von vorne beginnt. Der Betrachter kann das Videobild stets mit dem realen Objekt vergleichen, das neben dem Monitor steht. Binnen recht kurzer Zeit lagert sich bereits Staub auf der Vase ab. Das Verhältnis zwischen Objekt und Abbild, zwischen Prozess und Zustand, ist hier widersprüchlich. Obwohl das abgebildete Objekt sich in ständigem Werden und Vergehen befindet, entpuppt sich diese intuitive Annahme auf den zweiten Blick als falsch. Obwohl nämlich die reale Vase zunächst statisch und unveränderlich erscheint, vor allem im Vergleich zu dem in ständiger Bewegung befindlichen Bild der Vase auf dem Monitor, ist in Wirklichkeit nur sie tatsächlicher Veränderung unterworfen. Nur sie setzt Staub an. Das Videobild hingegen, verändert sich nie. Gerade der in ständiger Bewegung gefangene Loop ist in Wahrheit statisch. Dennoch werden die Sinne getäuscht. Bei längerer Betrachtung wirkt das an sich immaterielle, jedoch lärmende Abbild tatsächlich intensiver als das unscheinbarere, reale Objekt.

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