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„VIDEO”

Video
PAL 4:3, stereo
1 min 30 sec
2007

Um Videos zu produzieren, benutzt man Video. Die Oberfläche der Programme für die Postproduktion wird auf Monitoren angezeigt und steckt voller kleiner Details: Icons, Buttons und Animationen, Warntöne und Audiosignale. Es handelt sich also um ein audiovisuelles, zeitbasiertes Medium, kurz gesagt um Video
par excellence.

Innerhalb dieses Videos höherer Ordnung werden somit weitere, subordinierte Videos geschnitten, montiert, vertont und gemischt, meist ohne dabei zu berücksichtigen, dass man auf zwei verschiedenen Ebenen mit Video hantiert. Das Werkzeug ist also identisch mit dem Material, ähnlich wie man eine Walnuss benutzen kann, um damit andere Walnüsse zu knacken. Die Definition hängt hier von der Bestimmung ab.

In „VIDEO“ werden beide Ebenen zusammengebracht. Dadurch entsteht eine besondere Konstellation, denn die Benutzerschnittstelle wird nicht nur zur Bearbeitung benutzt, sondern zugleich auch als Material verstanden. Inhaltlich ergibt sich dadurch eine Leere, in welcher der Bildinhalt sich selbst in Frage stellt und sich die Macht des Bildes am Bild bricht.

Hier geschieht etwas, was die Walnuss nicht kann: sich selbst knacken.

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